Nicht jedes Haar verträgt dieselbe Farbe.
In jeder Strähne liegt zweierlei nebeneinander: das lange, kräftige Haar und die kurzen, feinen Härchen, die gerade nachwachsen. Bei klassischen Strähnen wird mit dem Kamm abgeteilt, und was in der Folie landet, wird gemeinsam aufgehellt, das kräftige Haar und das zarte. Dabei ist es das zarte, das am wenigsten verträgt. Und es ist dasselbe, das Monate später als Kante im Ansatz steht.
AirTouch teilt nicht mit dem Kamm, sondern mit Luft. Die Strähne wird gespannt, kalte Luft fährt von unten hindurch, und alles Kurze und Feine fliegt weg. Was liegen bleibt, sind die stärksten Längen. Nur die bekommen Farbe. Deshalb liegt der Übergang weich statt gestreift, deshalb bleibt das feine Haar unberührt, und deshalb dauert es seine Zeit: Jede Strähne wird einzeln ausgeblasen.
Der Colorist Vladimir Sarbashev hat die Technik 2016 entwickelt und 2017 fertiggestellt. Seither ist sie ein eigenes Handwerk mit eigener Ausbildung. Unsere Spezialistin hat bei ihm gelernt.



